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Im Bereich Edelstahlrohr wieder Management Jobs frei

Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage nach Edelstahl, werden in diesem Bereich zunehmend Manager gesucht, die den Handel der jeweiligen Betriebe koordinieren und verwalten. Im Bereich Management herrscht höchster Ausbildungsbedarf! So hoch wie schon seit Jahren nicht mehr. Gegenwärtig machen sich die Manager sorgen, ob sie mit der Ausbildung des Nachwuchses überhaupt noch hinterherkommen. Derzeit sieht es für viele Manager so aus, dass selbst die Rente ab 67 eher Wunschdenken wäre. Denn ein Edelstahlrohr nach dem anderen geht vom Fließband in den direkten Verkauf. Wenn das so weitergeht, wird Edelstahl bald wie im Supermarkt verkauft.

Manager Geschäft

Rainer Blech, der schon seit vielen Jahren im Management eines Stahlherstellers tätig ist, weiß ein Lied von den neuen Anforderungen zu singen. Er verrät, dass die Branche weiß Gott Nachwuchs nötig habe. Doch er warnt auch gleich vor, dass es sich dabei um einen Knochenjob handelt. Vorbei seien die Tage, an denen man zwei Kannen Kaffe trank und drei Geschäftsabschlüsse tätigte. Heutzutage könne man froh sein, wenn man einen Schluck Kaffe trinke und 10 Minuten lang nicht telefoniere. Rainer Blech, der kurz vor der Rente steht, hat sich auf seine alten tage sogar noch die arbeit mit dem Head-Set angeeignet, weil er nach eigener aussage mit dem Telefon gar nicht mehr hinterher kam. Das viele Telefonieren mit dem Telefonhörer hat ihm gar einen Sehnenerkürzung m Bereich des Ellenbogens eingebracht.

Im Bereich Vermarktung und Verkauf wissen die Führungskräfte sich kaum noch zu helfen. Besonders gefragt seien im Moment Rohrbögen, wie Rainer Blech im Gespräch verrät. Gegenwärtig investiert der Altmeister selbst einen Teil seiner zeit in die Ausbildung neuer Manager. Dabei blickt Rainer Blech den Managern der Zukunft, als auch seinem eigenen Ruhestand entgegen. Bereits vor einem Jahr beschloss er, seinen Lebensabend in einer Holzhütte in Kanada zu verbringen. Sein Bedarf an Stahl ist gedeckt. Neuerdings isst der erfahrene Manager nur chinesisch – mit Holzstäbchen. Und das er nur Fruchtsäfte mit wenig Eisen trinkt, hat auch nicht nur Gesundheitsgründe.

Die zahlreichen Bewerber, die es schaffen einen Ausbildungsplatz zu erhalten, sind in den Augen von Rainer Blech menschliche Rohlinge, denen man noch die Ecken und Kanten abschleifen muss. Viele der angehenden Manager sind selbst über die Intensität und Härte des Berufs überrascht. Nicht wenige sind davon überzeugt, dass neben dem Eismann, demnächst auch der Eisenmann durch die Ortschaften fährt, um Eisen zu verkaufen. “Wer den Stahl hat, hat die Qual.“ So lautet ein wehmütiger Witz in Insiderkreisen.

Rainer Blech zählt hingegen die tage, bis er in den Ruhestand gehen kann. Er beneidet die jungen Manager, die demnächst ins kalte Wasser geworfen werden, nicht im Geringsten. Er hofft, noch bis zu seiner Pension in sechs Monaten durchzuhalten. Mittlerweile ist das keine Selbstverständlichkeit mehr. In Managerkreisen der Stahlindustrie geht nun nämlich die Geschichte um, dass ein Manager aufgrund seiner Tätigkeit manisch wurde. Er kann Beruf und Leben nicht mehr voneinander trennen. Der betroffene soll angeblich bei sich zu hause nun regelmäßig Flohmarkt machen und dort alles zum Verkauf bieten, was irgendwie metallisch ist. Er erhebt dabei sogar Legierungszuschläge auf jeden einzelnen Nagel. Dass sein job ihn so verfolgen wird, dass hofft Rainer Blech nicht. Dies ist auch sicherlich ein Grund dafür, warum er versucht sein Leben vom Metall so gut zu emanzipieren, wie es nur geht.